Nach einem radikalen Umbruch
im Sommer 2010, die komplette erste Mannschaft musste altersbedingt aufhören, ging der RFV Sturmvogel Berne mit einem äußerst jungen und noch recht unerfahrenen ersten Team in die Saison 2010/2011. Auch drei der vier Ponies waren entweder Neulinge bei den Ponyspielen oder ihr letzter Einsatz lag bereits mehrere Jahre zurück. Beim ersten Wettkampf in Ovelgönne Mitte November waren Michelle Kipke, Louise Wichmann, Josie Dähn und Svea Wenke gerade mal zwölf, elf, zehn und neun Jahre alt.
Der erste Wettkampf verlief noch nicht nach Wunsch, ließ aber schon gute Ansätze erkennen. Aufgrund einer Verletzung, und weil die Ponies noch recht guckig waren, sprang am Ende nur der achte Rang für Berne I heraus. Doch schon damals machte sich Hoffnung breit, dass bei einem Spieltag, an dem nicht ganz so viel schief läuft, durchaus ein fünfter Platz drin sein könnte. Die Teams von Höven II und Ovelgönne III schienen nicht unbezwingbar zu sein.
So kam es auch.
Bei den nächsten Spieltagen, an denen die Teams aus Tossens wegen der in ihrem Stall grassierenden Druse nicht teilnahmen, ergatterten die Berner hinter der „Übermannschaft“ Ovelgönne I, Höven I und Ovelgönne II zwei Mal (in Höven und Berne) den vierten Rang. Beim zweiten Heimwettkampftag in Berne sprang trotz Anwesenheit der Tossener Mannschaften erneut der vierte Platz unter nun wieder 14 Teams heraus. Den krönenden Abschluss bildete der Doppelspieltag in Ovelgönne. Nach einem fünften Rang am Vormittag erritten sich unsere Mädels im zweiten Durchgang den zweiten Platz und blieben dabei erstmals unter sieben Minuten.
Das reichte, um sich als Tabellen-Fünfter für die Weser-Ems-Meisterschaft in Timmel (Ostfriesland) zu qualifizieren. Dort hatte Berne I Lospech und musste in der Vorrunde gemeinsam mit Ovelgönne I und Bingum I in die Bahn, die späteren Sieger und Zweitplatzierten. Dennoch schlugen sich die Berner in der großzügigen Anlage vor vollen Rängen nach anfänglicher Nervosität achtbar und belegten den 32. Platz unter 36 Mannschaften. Der Stimmung tat die Platzierung keinen Abbruch. Zahlreiche Mitglieder der zweiten und dritten Mannschaft waren mit nach Timmel gefahren, um die erste Vertretung anzufeuern, die von Jessika Gärdes als Ersatzreiterin komplettiert wurde.
Der gute Zusammenhalt unter den Berner Ponyspielern lässt sich auch daran erkennen, dass sie am ersten September-Wochenende gemeinsam nach Neuwerk wandern und dort in einer Scheune im Stroh übernachten werden. Der nächste sportliche Auftritt der Berner Ponyspieler findet im Rahmen des Oldenburger Landesturniers im Rasteder Schlosspark am Freitag, 22. Juli, statt.
Auch die zweite Mannschaft hat sich in dieser Saison neu formiert. Sie bestand mit Jessika Gärdes, Jana Manthey, Pauline Philip, Ruben Schlüter und Johanna Warnken ebenso wie die anderen beiden Vertretungen aus Ponyspielern, die ihre erste oder zweite Saison ritten. Am Ende belegte das Team mit seinen nicht immer ganz einfach zu reitenden Ponies Rang 11 in der Ponyspielliga Oldenburg-Nord.
Mit dem zwölften Rang schloss das Team Berne III die Saison ab. Es ließ dabei die beiden dritten Vertretungen aus Höven und Tossens hinter sich. Carlotta Baritz, Norik Dähn, Anna-Irene Nettmann, Isabelle Siepkes und Owen Schlüter sind aber zum überwiegenden Teil noch so jung, dass sie weitere fünf Jahre bei den Ponyspielen ihr Können unter Beweis stellen können.
von Barbara Wenke



